OpenAI hat GPT-6 Astra laut The Verge zunächst nur für einen Teil seiner Unternehmenskunden freigeschaltet. Nachdem zahlende ChatGPT-Nutzer ohne Zugang blieben, bezeichnete CEO Sam Altman den Start dem Bericht zufolge als „messy“ und entschuldigte sich. Er sagte, OpenAI arbeite daran, Astra so schnell wie möglich allen bereitzustellen, konnte einen Zugang noch für das betreffende Wochenende jedoch nicht zusagen.

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OffenOb und wann alle angekündigten Nutzergruppen tatsächlich Zugang erhielten.

Zugang zunächst über Daybreak-Kunden

Nach Darstellung von The Verge war der anfängliche Zugang auf Unternehmenskunden mit Zugriff auf OpenAIs Cybersicherheitsplattform Daybreak beschränkt. In den folgenden Tagen sollte die Verfügbarkeit auf die Tarife Plus, Pro, Business und Enterprise sowie auf die OpenAI-API, Microsoft Azure und AWS Bedrock ausgeweitet werden.

Dass diese Ausweitung im angekündigten Zeitrahmen erfolgte, lässt sich anhand des vorliegenden Materials nicht bestätigen. Auch bleibt offen, welche Voraussetzungen neben dem Tarif oder der jeweiligen Plattform für den Zugang gelten.

Ausgleich für zahlende ChatGPT-Kunden angekündigt

Der Bericht beschreibt Beschwerden von zahlenden Nutzern, die mit Zugriff auf das neue Modell gerechnet hatten. Thibault Sottiaux, Engineering-Leiter bei Codex, kündigte demnach an, bezahlte ChatGPT-Tarife sollten für jeden Tag ohne Astra-Zugang ab diesem Tag einen „banked reset“ erhalten.

Was ein solcher „banked reset“ konkret umfasst, welchen Gegenwert er hat und ob er für sämtliche bezahlten Tarife gleichermaßen gilt, wird im Dossier nicht erläutert. Die Ankündigung ist damit ein Hinweis auf eine vorgesehene Kompensation, aber keine überprüfbare Aussage über deren praktische Wirkung.

Warum der gestaffelte Start relevant ist

Der Fall zeigt eine Differenz zwischen angekündigter Modellverfügbarkeit und dem tatsächlich verfügbaren Zugang für Abonnenten. Für Kunden, die für einen bezahlten Plan zahlen, ist nicht nur die Modellankündigung entscheidend, sondern auch der Zeitpunkt und der Kanal der Freischaltung.

Ein separat erfasster Release-Hinweis zu Version 0.35 des Werkzeugs „llm“ nennt zudem ein neues Modell mit der Kennung „gpt-6-astra“ und verknüpft diese mit GPT-6 Astra. Das stützt die Bezeichnung des Modells, liefert jedoch keine zusätzlichen Angaben zum OpenAI-Rollout oder zur Verfügbarkeit für ChatGPT-Kunden.

Sicherheitsfragen begleiten die Einführung

The Verge berichtet außerdem über Kritik von Sicherheitsvertretern, nachdem OpenAI erklärt habe, Astras Schlussfolgerungsprozess sei schwerer zu überwachen als der anderer Modelle. Der Bericht zufolge hatte OpenAI die Veröffentlichung zuvor um mehrere Wochen verschoben, um nach einem Hack Sicherheitsfunktionen zu stärken.

Details zu dem Hack, den hinzugefügten Sicherheitsfunktionen oder einer unabhängigen Bewertung dieser Maßnahmen enthält das vorliegende Material nicht. Daher lässt sich nicht beurteilen, ob die gestaffelte Freigabe mit diesen Sicherheitsfragen zusammenhängt.

Wie es weitergeht

Entscheidend wird sein, ob OpenAI die angekündigte Ausweitung auf ChatGPT-Abonnements und Plattformpartner umsetzt und dabei klare, überprüfbare Angaben zu Zeitplan, Zugangsbedingungen und der angekündigten Kompensation macht.

Änderungsvermerk: Erstfassung auf Grundlage eines Berichts von The Verge und eines separaten Release-Hinweises. Aussagen zu Verfügbarkeit, Sicherheitsverzögerung und Kompensation sind entsprechend als berichtete beziehungsweise zugeschriebene Angaben gekennzeichnet.