NVIDIA berichtet, dass seine Vera Rubin NVL72-Systeme bei agentischen Workloads einen bis zu 30-fach höheren Durchsatz pro Megawatt als GB300 NVL72 erreichen. Die Angabe stammt aus einem NVIDIA-Blogbeitrag vom 24. August 2026 und basiert auf frühen Messungen, die noch von SemiAnalysis geprüft werden.
Was NVIDIA gemessen hat
Nach Angaben des Unternehmens wurde für die Durchsatzmessung der Workload SemiAnalysis AgentX verwendet. Dieser besteht aus aufgezeichneten realen Coding-Sitzungen mit KI-Agenten; dabei blieben tatsächliches Kontextwachstum, Tool-Aufrufe und das Starten von Sub-Agenten erhalten.
NVIDIA nennt für das Modell DeepSeek V4 Pro einen Vorsprung von bis zu 30-mal beim Durchsatz pro Megawatt gegenüber GB300 NVL72. Zudem beziffert das Unternehmen die Kosten pro einer Million Tokens für Vera Rubin NVL72 auf bis zu 35-mal niedriger als für GB300 NVL72.
Einordnung der Angaben
Durchsatz pro Megawatt ist für den Betrieb großer KI-Infrastrukturen relevant, weil die Kennzahl die Arbeitsmenge ins Verhältnis zum Energiebedarf setzt. Die genannten Werte beziehen sich jedoch auf einen spezifischen Agenten-Workload und den Vergleich zweier NVIDIA-Systeme; sie sind keine allgemeine Aussage über sämtliche Modelle, Anwendungen oder Betriebsumgebungen.
Die Resultate sind Herstellerangaben und bislang nicht unabhängig bestätigt: NVIDIA bezeichnet sie ausdrücklich als frühe Ergebnisse, die noch auf eine Prüfung durch SemiAnalysis warten. Damit lässt sich aus dem Material noch nicht ableiten, ob und in welchem Umfang die Werte extern reproduziert oder validiert werden.
Wichtige Einschränkung bei Tool-Aufrufen
NVIDIA weist außerdem darauf hin, dass die Messungen die Leistung der Vera CPU beim Tool Calling noch nicht berücksichtigen. Das ist eine wesentliche Einschränkung, weil Tool-Aufrufe Teil des verwendeten AgentX-Workloads sind. Die vorliegenden Daten bilden daher nicht die vollständige Leistung eines Vera-basierten Agentensystems bei dieser Aufgabe ab.
Als weiteren Infrastrukturwert nennt NVIDIA für seine DSX-MaxLPS-Technologien, dass sie bis zu 40 Prozent mehr GPUs innerhalb desselben Megawatt-Budgets bereitstellen könnten. Auch dies ist eine Unternehmensangabe.
Produktion und nächste Prüfpunkte
NVIDIA erklärt, Vera Rubin befinde sich in voller Produktion und werde im gesamten Ökosystem hochskaliert. Konkrete Angaben zu eingesetzten Stückzahlen, Kunden oder Installationen enthält das vorliegende Material nicht.
Entscheidend für die Einordnung der Leistungs- und Kostenbehauptungen wird die angekündigte SemiAnalysis-Prüfung sein. Offen bleiben zudem Messdaten, die die Vera-CPU-Leistung bei Tool-Aufrufen einbeziehen, sowie weitergehende Details zu Konfigurationen und Bedingungen des Vergleichs.
Wie es weitergeht
Aufschluss sollten eine mögliche SemiAnalysis-Validierung sowie ergänzende Messungen liefern, die die Vera-CPU-Leistung beim Tool Calling einbeziehen.
Änderungsvermerk: Erstfassung auf Grundlage eines NVIDIA-Blogbeitrags; Leistungs- und Kostenwerte sind als vorläufige Herstellerangaben gekennzeichnet.