Auf Enterprise-SSDs entfielen im zweiten Quartal 2026 bereits 48 Prozent aller ausgelieferten NAND-Bits, berichtet Heise online unter Berufung auf Counterpoint Research. Besonders gefragt seien Laufwerke für Rechenzentren, die Daten für KI-Anwendungen speichern.
Was die Zahl aussagt
Die Angabe bezieht sich auf den Anteil ausgelieferter NAND-Bits, nicht auf Umsätze, Stückzahlen einzelner SSDs oder Marktanteile einzelner Hersteller. Sie beschreibt damit, welcher Teil des ausgelieferten Flash-Speichervolumens in Enterprise-SSDs floss.
Counterpoint Research zufolge könnte der Anteil bis zum Ende des Jahres 2026 über 50 Prozent steigen. Das ist eine Prognose, kein bereits eingetretener Befund.
Warum sich der Schwerpunkt verschiebt
Heise beschreibt den KI-Boom als technische und wirtschaftliche Veränderung für den NAND-Flash-Markt. Im Zentrum stehen Enterprise-SSDs in Rechenzentren, die Daten für KI-Anwendungen speichern.
Nach Darstellung des Berichts führt diese Nachfrage dazu, dass weitere Produktionskapazitäten aus dem Endkundengeschäft in Richtung großer Cloud- und KI-Betreiber verlagert werden. Die zentrale Marktverschiebung liegt damit nicht nur in einer steigenden Nachfrage nach Flash, sondern in der Verteilung des verfügbaren Speichervolumens zwischen Unternehmenskunden und Endkunden.
Einordnung und Grenzen
Die 48-Prozent-Angabe stammt aus einem Heise-Bericht über Counterpoint Research; eine Primärquelle von Counterpoint liegt in den vorliegenden Unterlagen nicht vor. Die Kennzahl sollte daher als zugeschriebene Marktschätzung gelesen werden.
Aus den verfügbaren Angaben geht nicht hervor, wie sich Kapazitäten, Preise oder Lieferbarkeit für Consumer-SSDs konkret entwickeln. Ebenso fehlen Daten zur Entwicklung in früheren Quartalen, zu einzelnen Herstellern sowie zur regionalen Verteilung der Nachfrage.
Wie es weitergeht
Entscheidend wird sein, ob der Enterprise-Anteil der NAND-Bit-Auslieferungen im weiteren Jahresverlauf tatsächlich über die Hälfte steigt und ob sich die beschriebene Kapazitätsverlagerung in konkreten Markt- und Lieferdaten für das Endkundensegment zeigt.
Änderungsvermerk: Erstfassung auf Basis eines Heise-online-Berichts, der Marktangaben von Counterpoint Research wiedergibt.