Google DeepMind hat einen gestuften Forschungsplan für seine Partnerschaft mit Fenris Creations, dem unabhängigen Studio hinter dem EVE-Universum, beschrieben. Das Programm soll zunächst in einer Offline-Instanz von EVE Online beginnen, die von Live-Spielern getrennt ist. Erst wenn Fähigkeiten als ausgereift gelten, will das Unternehmen einen Einsatz in EVE Online und EVE Vanguard überhaupt in Betracht ziehen.

Quellenlage
PrimärquelleGoogle DeepMind Blog
Bestätigt durch1 unabhängiger Ursprung · 1 Quellen insgesamt
OffenEs gibt keinen genannten Zeitplan für Tests, Übergänge zwischen den Phasen oder einen möglichen Live-Einsatz.

Ein Forschungsweg mit klarer Trennung vom Live-Spiel

Nach Darstellung von Google DeepMind dient die Offline-Instanz von EVE Online als sicherer Sandbox-Rahmen. Anschließend soll das Programm EVE Frontier nutzen, um zu erforschen, wie Menschen und Agenten in einer persistenten, offenen Welt zusammen existieren können.

Das ist eine wichtige Einschränkung für bestehende EVE-Online-Spieler: Der Blogbeitrag kündigt keinen unmittelbaren Einsatz neuer KI-Fähigkeiten im Live-Spiel an. Stattdessen beschreibt er eine Abfolge aus abgeschotteter Forschung, Erprobung in EVE Frontier und einer nur bedingten späteren Prüfung für EVE Online und EVE Vanguard.

SIMA und Gemini als technische Grundlage

DeepMind beschreibt SIMA als generalistischen Agenten, der Bildschirm-Inhalte wie ein Spieler wahrnimmt, Anweisungen in natürlicher Sprache versteht und über gewöhnliche Tastatur- und Maussteuerung handelt. Dafür seien weder APIs noch Zugriff auf den Quellcode erforderlich.

SIMA 2 werde von Gemini-Modellen angetrieben und sei laut DeepMind als interaktiver Begleiter für Echtzeit-Argumentation und Konversation ausgelegt. Der Beitrag liefert jedoch keine konkreten Angaben dazu, welche Aufgaben solche Agenten in den jeweiligen EVE-Umgebungen übernehmen sollen oder nach welchen Kriterien ihre Reife beurteilt wird.

Bereits eingesetzte Hilfefunktion

Als bereits ausgeliefertes Ergebnis der Zusammenarbeit nennt DeepMind Aura Guidance. Das System nutzt Gemini, um neuen Piloten spielergeneriertes Wissen bereitzustellen, das auf echten Fragen und Antworten aus Rookie Help basiert.

Damit unterscheidet sich Aura Guidance von dem längerfristigen Agentenprogramm: Die beschriebene Funktion soll Wissen für Einsteiger vermitteln, während der Forschungsplan die Koexistenz von Menschen und Agenten in Spielwelten untersucht.

Einordnung und offene Fragen

Die Ankündigung positioniert die EVE-Umgebungen als unterschiedliche Forschungsräume für KI-Entwicklung. DeepMind erklärt zudem allgemein, mit Spieleentwicklern an Prototypen für neue Spielerlebnisse zu arbeiten, die Gaming und KI weiterentwickeln sollen.

Die Angaben stammen ausschließlich aus einem Blogbeitrag von Google DeepMind. Offen bleiben ein Zeitplan für die einzelnen Phasen, die konkreten Fähigkeiten der Agenten im EVE-Kontext, Bedingungen für einen möglichen Live-Einsatz und Details dazu, wie menschliche Spieler in spätere Tests eingebunden würden.

Wie es weitergeht

Entscheidend wird sein, ob Google DeepMind und Fenris Creations weitere technische Details, Ergebnisse aus der Offline-Sandbox oder Kriterien für die angekündigte Reife der Fähigkeiten veröffentlichen.

Änderungsvermerk: Erstmeldung auf Basis eines Google-DeepMind-Blogbeitrags zur Forschungskooperation mit Fenris Creations und dem gestuften EVE-Plan.